Vielleicht ist Neugier eine der unterschätztesten Fähigkeiten überhaupt.
Neugier bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Sondern trotz Unsicherheit offen zu bleiben.
Wie könnte dieses neue Kapitel aussehen?
Was kann ich über mich lernen?
Welche Seiten von mir kannte ich bisher noch nicht?
Wer neugierig bleibt, verhindert, dass Veränderung nur als Verlust erlebt wird.
Ja zum Leben in der Zukunft
Viele Übergänge machen Angst, weil sie uns zwingen, in die Zukunft zu schauen. Und Zukunft bedeutet immer auch Kontrollverlust.
Aber vielleicht bedeutet erwachsen werden nicht, alles im Griff zu haben.
Vielleicht bedeutet es, immer wieder Ja zum Leben zu sagen – auch dann, wenn noch nicht alles klar ist.
Ja zu neuen Rollen.
Ja zu Fehlern.
Ja zum Lernen.
Ja dazu, beweglich zu bleiben.
Denn Stillstand wirkt zwar sicher, macht uns aber oft kleiner.
Lebendig bleiben heißt, sich verändern zu dürfen.
Übergänge formen unseren Charakter
Gerade in den Zwischenphasen zeigt sich oft unsere Charakterstruktur besonders deutlich.
Wie gehen wir mit Unsicherheit um?
Wie reagieren wir auf Kontrollverlust?
Ziehen wir uns zurück oder öffnen wir uns?
Versuchen wir krampfhaft festzuhalten oder lernen wir loszulassen?
Übergänge bringen nicht nur neue Lebensumstände hervor. Sie zeigen uns auch, wer wir unter Druck werden.
Und genau darin steckt Entwicklung. Vielleicht ist das der eigentliche Sinn.
Nicht möglichst schnell „anzukommen“. Sondern die Fähigkeit zu entwickeln, durch Veränderungen hindurch lebendig zu bleiben.
Mit Neugier.
Mit Beweglichkeit.
Mit einem inneren Ja zum Leben – selbst dann, wenn das nächste Kapitel noch unscharf ist.❤️