Nach dem tiefen Fall – ausgelöst durch einen Unfall, der sie jäh aus ihrem gewohnten Leben riss – fand sie sich an einem Ort wieder, den sie zuvor nicht kannte: in den Untiefen ihres eigenen Seins. Dort, wo es still wird. Wo Sicherheiten bröckeln. Wo nichts mehr trägt außer das, was wirklich in ihr ist.
Es war dunkel dort unten. Schmerz, Zweifel, Angst – sie lernte Facetten von sich kennen, die sie lange übersehen hatte. Doch gerade in dieser Tiefe begann sich etwas zu wandeln. Zwischen den Rissen zeigte sich etwas Echtes. Etwas Unverstelltes. Ihr Wesenskern.
Langsam, fast unmerklich, begann sie wieder aufzutauchen. Nicht zurück in das alte Leben – sondern in ein neues. Eines, das bewusster ist. Wahrhaftiger. Sie spürte sich wieder. Ihren Atem. Ihr Herz. Den Moment.
Und mit dieser Rückverbindung kam eine stille, kraftvolle Dankbarkeit. Nicht nur für das Gute – sondern auch für den Bruch, der sie gezwungen hatte, hinzusehen. Für die Erkenntnisse, die nur in der Tiefe wachsen konnten. Für die Fähigkeit, wieder Freude zu empfinden – echt, klar, gegenwärtig.
Heute lebt sie nicht schneller, nicht lauter, nicht höher. Sondern echter. Verbunden mit sich selbst. Mit dem Leben. Mit jedem Augenblick, der sich ihr schenkt.
Und genau darin liegt ihre größte Dankbarkeit:
Dass sie gefallen ist – und sich dabei selbst gefunden hat.😘