Durchs Leben tanzen – oder warum ich dem Ruf meiner Seele öfter glaube als meinem inneren Bedenkenträger
Es gibt Menschen, die haben einen Fünfjahresplan.
Ich habe eher eine Seele.
Und die hält sich leider nicht besonders gern an Pläne.
Sie schickt mich manchmal links, obwohl mein Verstand überzeugt ist, rechts wäre vernünftiger. Sie flüstert: "Vertrau." Während mein Kopf bereits Excel-Tabellen erstellt, Risiken berechnet und vorsichtshalber noch drei Katastrophenszenarien dazuerfindet.
Gewonnen hat am Ende meistens die Seele.
Zum Glück.
Schon vor über 25 Jahren, in meiner NLP-Trainer-Ausbildung, durfte ich meine Vision entdecken:
Durchs Leben tanzen. Wesenskerne berühren. Menschen wieder zum Strahlen bringen.
Damals dachte ich noch: "Ach, wie schön."
Heute weiss ich: Das war keine hübsche Idee. Das war mein Lebensauftrag.
Wobei ... ganz ehrlich ...
Das Universum hätte mich für diese Aufgabe auch etwas sanfter ausbilden dürfen.
Stattdessen bekam ich einen Intensivkurs.
Mit Umwegen.
Abstürzen.
Schmerz.
Einem schweren Unfall.
Momenten, in denen ich dachte: "Liebe Seele, könntest du heute bitte einfach mal die Klappe halten? Ich mag gerade nicht wachsen."
Sie blieb hartnäckig.
Zum Glück.
Denn jedes Mal, wenn ich glaubte, jetzt sei endgültig Schluss mit Tanzen, stand irgendwo dieser freche kleine Phönix in mir auf, schüttelte die Asche aus den Federn und meinte nur:
"So. Genug gejammert. Die Musik läuft noch."
Heute tanze ich anders.
Nicht perfekter.
Aber echter.
Ich muss niemandem mehr beweisen, wie stark ich bin.
Ich darf lachen, wenn etwas schiefläuft.
Ich darf weinen, wenn mein Herz traurig ist.
Ich darf Pausen machen.
Und manchmal darf ich sogar mitten im Leben aus voller Überzeugung sagen:
"Ich habe keine Ahnung, wohin der Weg führt – aber er fühlt sich verdammt richtig an."
Genau darum geht es auch in meinem Coaching.
Nicht darum, Menschen zu reparieren.
Du bist kein kaputter Toaster.
Du bist ein Mensch.
Mit einer Geschichte.
Mit Narben.
Mit Träumen.
Mit einem Wesenskern, der manchmal einfach ein bisschen Staub angesetzt hat.
Ich sehe nicht zuerst deine Probleme.
Ich suche das Leuchten dahinter.
Und ich liebe diesen Moment, wenn Menschen plötzlich wieder beginnen zu strahlen.
Nicht, weil ich sie verändert habe.
Sondern weil sie sich selbst wieder begegnen.
Dabei helfen mir übrigens täglich meine beiden Königspudel.
Sie interessieren sich herzlich wenig für Perfektion.
Sie erinnern mich daran, dass man sich über den Wind im Fell, einen Stock oder einen Käsewürfel freuen kann, als hätte man im Lotto gewonnen.
Und dann ist da noch mein Camper.
Mein kleines rollendes Freiheitsgefühl.
Mein Zuhause auf vier Rädern.
Der Ort, an dem ich immer wieder merke:
Man braucht gar nicht so viel.
Ein bisschen Mut.
Einen offenen Himmel.
Liebe Menschen.
Natur.
Eine gute Tasse Kaffee.
Und die Bereitschaft, der eigenen Seele öfter zuzuhören als den Ängsten.
Denn genau dort beginnt Freiheit.
Für mich bedeutet Freiheit nicht, dass immer alles leicht ist.
Freiheit bedeutet, den Mut zu haben, ich selbst zu sein.
Meinem Wesenskern treu zu bleiben.
Dem Ruf meiner Seele zu folgen.
Und durchs Leben zu tanzen.
Mal elegant, mal wild und leidenschaftlich.
Mal völlig aus dem Takt.
Aber immer mit ganzem Herzen.
Falls deine Seele übrigens schon länger mit den Füssen wippt und darauf wartet, endlich wieder mittanzen zu dürfen ...
... dann freue ich mich darauf, dich ein Stück auf deinem Weg zu begleiten.
Ich glaube nämlich, dass wir nicht hier sind, um perfekt durchs Leben zu gehen. Wir sind hier, um lebendig zu sein – mit schmutzigen Schuhen, lachenden Augen, einem mutigen Herzen und manchmal auch mit einem ziemlich schrägen Tanzstil. Und genau das macht das Leben so wunderbar. 💃🏾✨️💖